Allgemein

Fortschreitender Wandel in der technischen Marktkommunikation

von
X-Impuls

Neue API-Webservices in der Konsultation 2026: GitHub und Swagger als neue Informationsquellen

Am 31.07.2026 hat die BNetzA die nächs­ten For­mat­ver­sio­nen zur Kon­sul­ta­ti­on ver­öf­fent­licht. Als Datum für das Inkraft­tre­ten ist vom 01.10.2027 auszugehen.

Neben den bekann­ten EDI­FACT-Beschrei­bun­gen liegt der Schwer­punkt dies­mal auf meh­re­ren neu­en API-Web­ser­vices rund um die Über­mitt­lung von:

  • Berech­nungs­for­meln
  • Über­sicht und aus­ge­roll­te Zählzeiten
  • Über­sicht und aus­ge­roll­te Schaltzeiten
  • Über­sicht und aus­ge­roll­te Leistungskurven
  • Loka­ti­ons­bün­del

Auch wenn es bis­her schon API-Web­ser­vices für den MaLo-Ident-Pro­zess und Steue­rungs­hand­lun­gen gab, so ist zumin­dest die Doku­men­ta­ti­ons­wei­se für den Markt unge­wohnt. Zudem ist klar, dass per­spek­ti­visch alle bis­her erfor­der­li­chen EDI­FACT-Anwen­dungs­fäl­le suk­zes­si­ve auf API-Web­ser­vices über­führt werden.

Was ist neu für Sie?

Bis­her fan­den Sie alle Beschrei­bun­gen in gewohn­ten Doku­men­ten (MIGs, AHBs, Code­lis­ten, …). Die neu­en API-Pro­zes­se wer­den an ande­rer Stel­le veröffentlicht:

  • Git­Hub: hier lie­gen die offi­zi­el­len API-Beschrei­bun­gen, inklu­si­ve ver­schie­de­ner Ver­sio­nen und Kon­sul­ta­ti­ons- bzw. Freigabestände.
  • Swagger/​OpenAPI: stellt die tech­ni­schen Details (End­punk­te, Daten­fel­der, Pflicht­an­ga­ben) les­bar dar.

In der EDI­FACT-Welt konn­ten Sie einen Geschäfts­vor­fall am Prüf­i­den­ti­fi­ka­tor (PID) erken­nen. Bei den neu­en APIs bestim­men der API-End­punkt und die API-Ken­nung, um wel­chen Pro­zess es sich han­delt. Die fach­li­che Zuord­nung fin­det sich in der Anwendungsübersicht.

Was bedeutet das konkret?

Die­se Art der Doku­men­ta­ti­on stammt aus der Soft­ware­ent­wick­lung. Für vie­le Fach­an­wen­der ist die­se Form der Doku­men­ta­ti­on neu und auf den ers­ten Blick deut­lich weni­ger ver­traut als klas­si­sche PDF- oder Word-Doku­men­te. Wich­tig ist, das Zusam­men­spiel von API-Gui­de­line, Anwen­dungs­über­sicht, Git­Hub und Swag­ger zu ver­ste­hen, um die neu­en Pro­zes­se fach­lich und tech­nisch rich­tig ein­ord­nen zu können.

EDIFACT (z.B. UTILTS)  API-Web­ser­vice  
EDI­FACT-Seg­men­teJSON-Objek­te
Bedeu­tung über Qua­li­fier (Z39, Z41, Z42 usw.)Bedeu­tung über benann­te Felder
Refe­ren­zen zwi­schen SegmentgruppenVer­schach­tel­te Datenstruktur
Stark nach­rich­ten­ori­en­tiertObjekt- und ressourcenorientiert
Par­sing von EDIFACT erforderlichStan­dard-JSON-Ver­ar­bei­tung
Mensch­lich schwer lesbarDeut­lich leich­ter lesbar

Reduzierung Fehleranfälligkeit

Die neu­en API bie­ten vor allem tech­ni­sche Vor­tei­le, wäh­rend die fach­li­che Aus­sa­ge weit­ge­hend iden­tisch bleibt. Die API ersetzt also pri­mär die Art der Über­tra­gung, nicht das fach­li­che Modell (mit klei­nen Aus­nah­men wie z.B. die MeLo-ID bei Pauschalmessungen).

Die Feh­ler­an­fäl­lig­keit wird durch Weg­fall fol­gen­der Punk­te reduziert:

  • Refe­renz­auf­lö­sun­gen
  • Rei­hen­fol­ge von Segmenten
  • Seg­ment­zäh­lern
  • Qua­li­fier-Logik

Vorteile

Für Unter­neh­men, die heu­te bereits inter­ne Ser­vices auf JSON- und REST-Basis betrei­ben, las­sen sich die Geschäfts­vor­fäl­le direk­ter in die Anwen­dungs­land­schaft inte­grie­ren als über die bis­he­ri­ge EDIFACT-Kommunikation.

Bes­se­re Lesbarkeit

Ein­fa­che­re Implementierung

Gerin­ge­re Fehleranfälligkeit

Schnel­le­re Validierung

Echt­zeit­fä­hig­keit

Leich­te­re Erweiterbarkeit

Gerin­ge­re Integrationskosten

Tamara Schlömer

Mana­ging Consultant

Tama­ra Schlö­mer ist als Mana­ging Con­sul­tant bei der X‑impuls in der IT-Bera­tung tätig. Ihre Spe­zi­al­ge­bie­te sind die Kon­zep­ti­on und Umset­zung regu­lier­ter Markt­pro­zes­se sowohl auf Vertriebs‑, als auch auf Netz­sei­te. Sie ist Exper­tin für die Markt­kom­mu­ni­ka­ti­on, den Lie­fe­ran­ten­wech­sel und das Ener­gie­da­ten­ma­nage­ment.

Ihre lang­jäh­ri­ge Tätig­keit in der ener­gie­wirt­schaft­li­chen Soft­ware­ent­wick­lung hat ihr umfas­sen­de Kennt­nis­se ver­mit­telt, die sie gezielt zur Kon­zep­ti­on und Opti­mie­rung von Ver­triebs- und Netz­pro­zes­sen
ein­setzt. Dabei sieht sie sich immer als Schnitt­stel­le zwi­schen den kom­ple­xen Fach­pro­zes­sen und der IT

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